Freie Plätze:
Macht und Mikropolitik im Alltag des Hochschulmanagements
Egal ob in Projekten, auf Department-Ebene oder in den zentralen Dienstleistungseinheiten – Hochschulmanager/innen wie Wissenschaftler/innen machen früher oder später die (leidvolle) Erfahrung, dass Fachkompetenz und sachliche Auseinandersetzung allein nicht automatisch zum Ziel führen. Auch an Hochschulen verfolgen verschiedene Akteurinnen und Akteure ihre eigenen Interessen und Ziele. Wer etwas bewirken, verändern, gestalten oder verantworten will, muss verstehen, welche Interessen hinter dem mikropolitischen Handeln anderer stehen und welche „Spiele“ gespielt werden. Gleichzeitig müssen auch Sie Strategien entwickeln, wie Sie Ihre Ziele unter Berücksichtigung der Macht und der „legitimen“ und „illegitimen“ Interessen der anderen „Spieler/innen“ erreichen können.
In diesem Workshop können Sie anhand von Beispielen aus der Hochschulpraxis üben, Mikropolitik zu verstehen, Ihre Handlungsspielräume und Grenzen zu erkennen und zu lernen, sich souverän im Feld der Mikropolitik zu behaupten.
Der Workshop ergänzt und erweitert die Themen des Workshops „Statuskommunikation“ von Sylvia Löhken im WS16/17. Ein Besuch dieses Workshops ist jedoch keine Voraussetzung für die Teilnahme am Workshop.
Zielgruppe
Wissenschaftler/innen der WU Wien und Mitarbeiter/innen des allg. Personals, die mit wiss. Personal (direkt) zusammenarbeiten, die ihr Verständnis mikropolitischer Spiele vertiefen und ihre Projekt- und Leitungsverantwortung wirkungsvoller gestalten möchten.
Inhalte des Workshops
Die folgenden Inhalte sollen im Workshop thematisiert werden:
- Teil 1: Macht und Mikropolitik verstehen
- Was ist Macht und durch welche Mechanismen wirkt sie?
- Mikropolitik als Gesamtheit miteinander gekoppelter Spiele
- Macht und Mikropolitik in Hochschulen als besondere Organisationen
- Arten und Funktionieren typischer „Machtspiele“ an Hochschulen
- Teil 2: Der mikropolitische „Werkzeugkasten“ (es werden durch die Teilnehmer/innen per Abstimmung 4 vier Themen ausgewählt)
- Akteurinnen und Akteure und ihre Interessen erfassen und verstehen - Stakeholderanalyse
- Psychologische Prinzipien wirksamen Überzeugens
- Effektives Verhandeln mit dem Harvard Modell
- Zum Umgang mit Widerstand – Kernprinzipien des Change Managements
- Führung ohne Weisungsbefugnis? – Laterales Führen an Hochschulen
Durch eine Verknüpfung von theoretischen Modellen mit eigenem Erfahrungswissen lernen Sie, Natur und Erscheinungsformen von Macht und Mikropolitik im Hochschulkontext zu erkennen und deren Wirkmechanismen zu verstehen. Anhand von Rollenspielen erfahren Sie die Wirkmächtigkeit von Interessenskonstellationen und wie wichtig es ist, diese zu beachten und selbst „Spieler/in“ zu werden. Die Frage nach der Vereinbarkeit von Mikropolitik und persönlicher Integrität wird uns durch den ganzen Workshop begleiten.
Ziele des Workshops
Im Rahmen des Workshops werden typische mikropolitische Situationen und die besonderen Möglichkeiten und Schwierigkeiten in Ihrem Arbeitsalltag thematisiert. Das ermöglicht anschließend, Ressourcen und Strategien zu identifizieren, um im mikropolitischen Spiel erfolgreich mitzuspielen und eigene Ziele zu erreichen. Als Teilnehmer/in sind Sie eingeladen, Ihre eigenen Fälle zu präsentieren.
Der Workshop zielt darauf ab, dass Sie nach Besuch des Workshops …
- die Natur und Erscheinungsformen von Macht und Mikropolitik verstehen
- eine eigene reflektierte Haltung zu Macht und Mikropolitik entwickelt haben
- eigene Handlungsspielräume und Grenzen identifizieren können
- eine erhöhte Selbstwirksamkeit im Umfang mit Macht und Mikropolitik haben
- Strategien entwickeln können, um die eigenen Ziele effektiver zu erreichen
Termine und Ort der Veranstaltung
Donnerstag, 15. November 2018, 9.00 – 17.00 Uhr
Freitag, 16. November 2018, 9.00 – 17.00 Uhr
Der Ort der Veranstaltung wird eine Woche vor der Veranstaltung allen angemeldeten Teilnehmer/inne/n per Mail bekannt gegeben.
Anmeldung und Selbstbehalt
Die Teilnehmer/innenzahl ist begrenzt. Wir bitten um An- bzw. Abmeldung bis spätestens 1. November 2018.
Bitte beachten Sie, dass bei Stornos nach der Abmeldefrist, bei Nichterscheinen oder fehlender Stornierung der Selbstbehalt dennoch zu leisten ist.
Bitte melden Sie sich jedenfalls bei der Abteilung PEP ab, da es häufig Wartelistenplätze gibt und so eventuell eine/r Ihrer Kolleg/inn/en die Chance bekommt den Workshop zu besuchen. Können wir den Platz noch anders vergeben, wird auch keine Stornogebühr für Sie fällig.
Der Selbstbehalt für diesen Workshop beträgt 40 Euro.
Trainer
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Lukas Bischof (Dipl.-Psych.) Lukas Bischof arbeitete von 2011 bis 2016 bei CHE Consult in Gütersloh und Berlin als Berater für Hochschulleitungen, Stiftungen und die EU Kommission. Seit 2016 ist er selbstständiger Trainer und Berater, Research Fellow am Institute of Education der Higher School of Economics (Moskau) und assoziierter Berater bei CHE Consult. Er ist regelmäßiger Dozent im CHE Hochschulkurs und an verschiedenen Hochschulen zu den Themen Projektmanagement, Change Management und Macht- und Mikropolitik an Hochschulen. Webseite: www.lukasbischof.eu
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